2009

Een Joghurt för twee

Wer 500 Euro pro Tag dafür löhnt, um nur mit einem Krug Zitronenwasser verköstigt zu werden, der hat entweder zu viel Geld oder ein Gewichtsproblem, ganz sicher aber eines: schlechte Laune.

 

 

So geht es auch Amadeus Fischer, dem Hauptdarsteller von „Ein Joghurt für Zwei“ Der millionenschwere Immobilienspekulant unterzieht sich in der Klinik von Dr. Schmalkopf einer Diät und hadert dabei mächtig mit dem dort herrschenden, beinahe militärischen Gesundheitsdrill. Seine Laune bessert sich erst, als eines Tages Knastbruder Kurt Kaminski bei Fischer einsteigen und den hungerleidenden Sanatoriumsgast zwingen, ihn bei sich zu verstecken. Eine Bitte, die Probleme nach sich zieht, schließlich geht es in Fischers Zimmer zu wie im Taubenschlag, und wo sich zwei hungrige Männer um einen Diätjoghurt streiten, ist Stress ohnehin vorprogrammiert. Nur gut, dass sich Fischer als ebenbürtiges Schlitzohr erweist und die beiden Hungerleider ganz ungewollt zu Komplizen werden.

 

André Habekost spielt Amadeus Fischer als Mann mit Humor, Bauch und dickem Portemonnaie, ein sympathischer Filou, der dem Leben, gutem Essen und schönen Frauen nicht abgeneigt ist und viel zu sehr Genussmensch ist, um in das Konzept der Schmalkopfschen Klinik zu passen. Seinen Counterpart findet Fischer in dem entsprungenen Häftling Kaminski (Rolf Thiess), mit dem ihn nicht nur - ganz profan - der leere Magen sondern auch das Faible für große und kleinere Gaunereien verbindet. Und so wundert es denn auch wenig, dass das ungleiche Duo sich nicht nur gegenseitig auszutricksen versucht, sondern auch schon bald die letzte Karotte miteinander teilt. Dass Kaminski Fischer dabei hilft, die nervtötende Gattin (Heike deGroot) vor die Tür zu setzen, schweißt beide nur noch näher zusammen.